#NOW #Commons: Berliner Platz (#HVP) Gütersloh – es grünt so grün – nicht

  • Das Echo der alten Kastanie

#Gütersloh, 14. August 2026

Musicalfreunde kennen die Liedzeile. »Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen« (aus dem #Musical »My Fair Lady«). Auf dem Berliner Platz (HVP) grünen die Bäume leider nicht allzu sehr. 

Wenn man lange genug auf das graue Pflaster starrt, kann man es manchmal noch hören: das klappernde Rauschen der #Fahrradspeichen aus den 1980er Jahren. Damals, als der #Berliner #Platz noch kein »repräsentatives Urban Design Objekt« war, sondern einfach der unaufgeregte, lebendige Mittelpunkt von Gütersloh.

Wer den Platz aus jener Zeit kennt, erinnert sich an ein ganz anderes Gefühl. Der Boden war noch mit echtem Charakter gepflastert. Es gab #Schatten, echte #Begegnungen und – fast wie ein Wahrzeichen des sommerlichen Aufbruchs – das berühmte, große #Sonnensegel. Es spannte sich über die Köpfe der Menschen wie ein schützendes Dach, unter dem gelacht, eisgegessen und debattiert wurde. Der Platz lebte, weil er den Bürgern gehörte und nicht den Computermodellen einer fernen Planungsabteilung.

Heute stehen wir auf einem hellgrauen #Spezialgranit, der damals im Jahr 2014 im Grunde gegen das Votum der Bürger erzwungen wurde. Die #Planer wollten #Weite und #Moderne schaffen. Die #Natur antwortete mit #Physik: Der helle Stein speichert und reflektiert die #Sonne so brutal, dass der Platz an heißen Tagen flimmert wie eine #Wüste. Die jungen #Blumeneschen am »#Wasserband« weigern sich seit Jahren beharrlich, richtig zu wachsen oder ein kräftiges Grün anzusetzen – sie werden von der unbarmherzigen #Abstrahlungshitze der steinernen #Arena von der Seite regelrecht gegrillt. Und der #Granit selbst, der einst so edel wirken sollte, zeigt heute jeden #Fleck und jeden #Kaugummi des Alltags. Zudem ist der Platz komplett versiegelt.

Fotos von früher zeigen den eklektischen Zerfall unserer #Plätze. Sie erinnern uns daran, dass echte #urbane #Kultur nicht aus teuren Materialien vom Reißbrett entsteht, sondern aus dem unperfekten, lebendigen Miteinander – behütet unter einem alten Segel, das es heute leider nur noch in unserer Erinnerung gibt. Wie es schon Nassim Nicholas Taleb feststellte: Die erfolgreichsten Stadtteile sind die, von denen die #Stadtplaner ihre Finger gelassen haben. Zwinkersmiley. Punkt. Ende.

#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT

NOW WebcardNOW Webcard, mehr …

Berliner Platz (HVP)
33330 Gütersloh

NOW Commons

Die Fotos in den NOW Commons können unter der Lizenz CC BY SA kostenlos genutzt werden. Sie dürfen das Material in jedem Format oder Medium (Print, Online, Social Media und anderen Werken) vervielfältigen und weiterverbreiten und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell. Außerdem dürfen Sie das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, auch kommerziell.

Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen, solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.

Sie müssen angemessene Urheberangaben und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders. Wenn Sie das Material remixen, verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten. Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.

Hinweis

Es werden keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet. Die Lizenz bezieht sich ausschließlich auf die fotografische Leistung des Urhebers. Andere Rechte, insbesondere Marken-, Firmen-, Design-, Persönlichkeits- und Datenschutzrechte, werden durch diese Lizenz nicht eingeräumt und sind ggf. zusätzlich zu beachten und vom Nutzer selbst zu klären. Die Nutzung abgebildeter Marken erfordert ggf. die Zustimmung des jeweiligen Markeninhabers.