»Lautlose Melancholie« – Eva Rubinstein, Museum Schloss Benrath, 2. September bis 31. Oktober 2026

#Düsseldorf, 20. August 2026

Ein Jahrhundertleben der #Fotokunst: Zum 93. Geburtstag wird Eva Rubinstein mit #Ausstellungen, #Buchpräsentation und #Filmpremiere in Düsseldorf geehrt. »Die #Fotografie, eindeutiger als Handschriften und dauerhafter als Träume, kann die tiefsten und grundlegendsten Fragen unseres Lebens ans Licht bringen«, Eva Rubinstein.

Die international renommierte, in New York lebende #Fotografin Eva Rubinstein wurde am 18. August 2026 93 Jahre alt. Aus diesem Anlass ehrt die #Kunststadt Düsseldorf das außergewöhnliche Lebenswerk der Künstlerin mit einem doppelten Ausstellungsprojekt in der Galerie Clara Maria Sels und im Museum Schloss Benrath sowie mit einer Buchpremiere und der Erstaufführung des Dokumentarfilms »A conversation with Eva Rubinstein« in Anwesenheit der New Yorker Regisseurin Renate Aller. Eva Rubinstein wird zu den Eröffnungen live aus den USA zugeschaltet.

Ebenfalls am Freitag, 28. August 2026, um 19 Uhr, findet in der Galerie Clara Maria Sels, Poststraße 3, 40213 Düsseldorf, eine exklusive Preview mit Filmvorführung und Buchpräsentation statt. Eva Rubinstein wird zu der Eröffnung live aus den USA zugeschaltet. Teilname nur nach Anmeldung per E Mail an [email protected] 🔗.

Am Mittwoch, 2. September 2026, um 19 Uhr, folgt die feierliche Eröffnung der umfassenden Werkschau »Eva Rubinstein. Proof of Life« im Museum für Gartenkunst auf Schloss Benrath. Der Eintritt ist frei.

Als älteste Tochter des legendären Klaviervirtuosen Arthur Rubinstein und Nela Młynarska wuchs Eva Rubinstein in einem Haushalt der Kulturgeschichte auf. Ihre persönliche Biografie schlägt wie kaum eine andere die Brücke zwischen der europäischen Vorkriegs Bohème, dem Hollywood Glamour des Exils und der weltweiten Fotokunst.

Der erste große Wendepunkt im Leben Eva Rubinsteins ereignete sich im Herbst 1939. Im Oktober des gleichen Jahres bestieg die Sechsjährige mit ihrer Familie in #Frankreich das amerikanische Passagierschiff »USS George Washington«, um #Europa zu verlassen. Die Überfahrt über den Atlantik markierte das abrupte Ende einer unbeschwerten #Kindheit in Frankreich und den Beginn eines völlig neuen Lebensabschnitts im US Exil.

In den #USA angekommen, zog die Familie erst nach New York und dann nach Los Angeles (Beverly Hills). Das Haus der Rubinsteins wurde im kalifornischen Exil schnell wieder zu einem lebendigen, interdisziplinären Salon, in dem Eva Rubinstein ganz selbstverständlich verkehrte: Schauspiellegenden und Hollywood Legenden wie Charlie Chaplin, Cary Grant und die spätere Fürstin Grace Kelly gehörten zu den engen Freunden und regelmäßigen Gästen der Familie. Auch große literarische Köpfe im Exil, allen voran der deutsche Nobelpreisträger Thomas Mann, pflegten engen Kontakt zur Familie wie auch Albert Einstein. Dieses Umfeld prägte Eva Rubinsteins Jugend.

Der fotografische Werdegang

Die kreative Umgebung spornte Eva Rubinstein an, eigene künstlerische Wege zu gehen. Sie arbeitete zunächst erfolgreich als Balletttänzerin und #Broadway Schauspielerin (unter anderem in der Originalbesetzung von »Das Tagebuch der Anne Frank«). Ende der 1960er Jahre suchte sie jedoch nach einem ungeschminkten Werkzeug, um die Realität zu verarbeiten, und fand mit 34 Jahren zur Fotografie.

Das Werk

Rubinstein entwickelte eine unverkennbare visuelle Sprache, die fast ausschließlich in Schwarzweiß gehalten ist. Ihre Fotografie erforscht die Verbindung zwischen sichtbarer Realität und tiefen, unsichtbaren Gefühlen (Interieurs, intime Porträts ihres Vaters, Spurensuche in #Polen).

Eva Rubinstein bezeichnete ihre Fotografie oft als eine Erforschung der »Dritten Dimension«. Damit meint sie die Verschmelzung der sichtbaren Realität mit den tiefen, unsichtbaren Gefühlen des Betrachters. Ihre Arbeiten lassen sich in 3 große Schwerpunkte unterteilen.

Das »intime Porträt«: Wenn sie Menschen fotografierte (darunter Akte oder enge Freunde), tat sie dies mit extremem Respekt. Sie wollte niemals in die Privatsphäre eindringen, sondern eine echte, emotionale Verbindung aufbauen. Berühmt sind ihre privaten Aufnahmen ihres Vaters Arthur Rubinstein beim Musizieren in Hotelzimmern, sowie auch Portraits von Künstlerkollegen wie zum Beispiel Diane Arbus – das Portrait ist auch das Coverbild der Biographie über Arbus von Patricia Bosworth, Robert Frank, Duane Michals oder André Kertész.

Menschenleere Räume (Interieurs): Ein Markenzeichen von ihr sind verlassene, oft melancholisch wirkende Räume. Sie fotografierte ungemachte Betten, leere Stühle oder Fenster, durch die Licht fällt (wie ihr berühmtes Werk »Bed in Mirror, Rhode Island, 1972«). Kunstexperten sprechen bei ihren Bildern oft von einer »lautlosen Melancholie«.

Spurensuche in Polen: Ab 1958 reiste sie regelmäßig in die polnische Heimat ihrer Eltern. In den 1970er und 1980er Jahren prägte ihr sensibler, amerikanisch geschulter Stil die dortige Fotokunstszene. Sie fotografierte unter anderem in Łódź (dem Geburtsort ihres Vaters) und hielt die Melancholie geschichtsträchtiger Orte in berührenden Bildern fest. 

Ihre Werke hängen heute in bedeutenden Museen wie dem Metropolitan Museum of Art in New York oder dem Museum Ludwig in Köln.

Das Programm

Eröffnung, Filmpremiere und Buchpräsentation in der Galerie Clara Maria Sels

Den Auftakt bildet am Freitag, 28. August 2026, um 19 Uhr eine exklusive Preview in der Galerie Clara Maria Sels. Neben der Präsentation der Publikation des Buches findet hier die offizielle Premiere der Filmdokumentation über Eva Rubinstein statt.

Der Film »A conversation with Eva Rubinstein« wurde von der New Yorker Fotografin Renate Aller realisiert und begleitet das #Buch »Eva Rubinstein. Photography« mit einem sehr persönlichen Blick auf Leben und Werk der heute 93 jährigen Künstlerin.

Die renommierte, in New York lebende Fotografin und Regisseurin Renate Aller hat das intime Filmporträt gedreht und wird persönlich vor Ort anwesend sein, um mit dem Publikum in den Austausch zu gehen.

Obwohl Eva Rubinstein die weite Reise aus New York nicht mehr persönlich antritt, wird die bald 93 jährige Fotokünstlerin zu den Eröffnungen per Live Videoschaltung interaktiv dabei sein und das Düsseldorfer Publikum begrüßen.

Die 290 seitige Publikation versteht sich als Hommage an Eva Rubinstein und ihr Werk. Sie vereint eine umfangreiche Auswahl von Fotografien aus den Jahren 1967 bis 1995 mit persönlichen Gesprächen, Erinnerungen und bislang wenig bekannten privaten Fotografien. Dadurch entsteht ein außergewöhnlich persönliches Porträt der Künstlerin, in dem Eva Rubinstein selbst ihre Geschichte erzählt und Einblicke in die Entstehung ihrer Bildwelt gibt. Das Buch dokumentiert nicht nur das Werk einer bedeutenden Fotografin des 20. Jahrhunderts, sondern bewahrt #zugleich ihre eigene Stimme.

Die Ausstellung in der Galerie läuft bis zum 31. Oktober, mehr 🔗 …

Museumsausstellung auf Schloss Benrath

Am Mittwoch, 2. September 2026, um 19 Uhr, folgt die feierliche Eröffnung der umfassenden Werkschau »Eva Rubinstein. Proof of Life« im Museum für Gartenkunst auf Schloss Benrath. In Kooperation mit der Galerie Clara Maria Sels werden rund 150 von der Künstlerin selbst gefertigte und signierte Vintage Prints gezeigt. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Oktober 2026.

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