#KWS #History: #Stadtgeschichte #Gütersloh – als Gütersloh auf Rollen stand – die »Inliner City Classics 2001«

#Gütersloh, August 2001

Inline Skating war längst mehr als ein Freizeitvergnügen – und am 26. August 2001 sollte die Begeisterung mitten in der Gütersloher #Innenstadt sichtbarwerden. Mit den ersten »Inliner City Classics« bekam die Stadt einen #Sportevent, der #Wettkampf, #Breitensport und großes #Rahmenprogramm miteinander verband.

Für einige Stunden gehörten Teile der Gütersloher City den Skatern. Rund um den Startbereich und Zielbereich an der #Barkeystraße sowie auf einem abgesperrten Innenstadtkurs gingen ambitionierte #Speedskater, #Freizeitsportler und #Kinder an den Start.

Veranstalter war die Kölner »Cologne Intertainment Agency« mit ihrem Gütersloher Mitarbeiter Ole Ternes. Der damals 28 Jährige hatte mit der Sparkasse Gütersloh und der #AOK 2 Hauptsponsoren gewonnen und verfolgte ein ehrgeiziges Ziel: Die »Inliner City Classics«, kurz #ICC, sollten sich dauerhaft im Gütersloher Sportkalender etablieren.

Für die Premiere rechneten die Organisatoren mit rund 1.000 bis 1.300 Teilnehmern.

Vom #Kinderlauf bis zum #Marathon

Das sportliche Programm sollte möglichst viele Facetten des damals boomenden Inline Sports abdecken. Neben Rennen für leistungsorientierte Skater gab es den »#Knax Inliner Cup« für Kinder und mit »Family on Tour« eine große Runde für Freizeitskater, die aus der Innenstadt hinaus ins Gütersloher Umland führte.

Für die schnellen Fahrer ging es dagegen um Zeiten und Platzierungen. Marathon und »LightSpeed« Rennen wurden auf einem flachen, vollständig asphaltierten Rundkurs durch die Innenstadt ausgetragen. #Polizei und zahlreiche Ordner sorgten dafür, dass die Strecken während der Wettbewerbe vom übrigen Verkehr freigehalten wurden.

Schon die Dimensionen zeigen, welchen Stellenwert Inline Skating damals hatte. Die Veranstaltung war keine kleine Zusammenkunft einiger Enthusiasten, sondern als großes City Sportereignis mit Sponsoren, Markenpräsentationen, Moderation, Musik und Live Berichterstattung angelegt.

Radio Gütersloh berichtete direkt vom Geschehen.

Fun Park mitten in Gütersloh

Besonders spektakulär war das Rahmenprogramm. Im Start und Zielbereich entstand der »Crazy Creek Fun Park«. Rund 200 Paar Inline Skates sowie #Scooter, #Kickboards und Schutzausrüstungen standen kostenlos zum Ausprobieren bereit.

Dazu kamen #Slalom Parcours, #Jump und #Limbo sowie ein Fun Park mit 12 Ramps, Banks, Rails und weiteren Hindernissen. Animateure gaben Einsteigern und Fortgeschrittenen Tipps.

Auch für Kinder wurde einiges aufgefahren: McDonald’s präsentierte an der Barkeystraße eine eigene Erlebniswelt mit großer Hüpfburg und Unterhaltungsprogramm.

Ein zweiter Veranstaltungsschwerpunkt befand sich an der Ecke Berliner Straße/Münsterstraße. Dort präsentierten große Marken wie #Adidas #Salomon, #Fila, #K2 und #Roces gemeinsam mit dem damaligen Gütersloher »#SurfTreff« ihre neuesten Produkte.

Und die konnten ausprobiert werden.

Das war typisch für die Zeit: Inline Skating war #Sport, #Freizeitbeschäftigung, #Jugendkultur und #Technikbegeisterung zugleich. Hersteller überboten sich mit neuen Rollen, Schienen, Lagern und Verschlusssystemen. Ein hochwertiger Skate konnte damals problemlos 700 oder 800 D Mark kosten.

Die Gütersloher Inliner Szene

Gütersloh besaß zu dieser Zeit eine durchaus ambitionierte Speedskating Szene. Im Vorfeld der City Classics wurden mehrere heimische Sportler vorgestellt, darunter Salina Lins, Erwin Ringhoff und Mathias Kositzke aus dem »SurfTreff Speed Team« sowie Markus Pape und Sandra Stender aus dem »Salomon Access Team«.

Einige von ihnen waren bereits erfolgreich im »NRW Cup« unterwegs. Die damals erst 12 jährige Salina Lins hatte dort beispielsweise bereits einen 1. Platz erreicht. Markus Pape und Sandra Stender führten zum Zeitpunkt der Veranstaltung sogar im »NRW Cup«.

Damit traf bei den »City Classics« tatsächlich #Breitensport auf leistungsorientierten #Wettkampfsport.

Ein Stück #Zeitgeist auf 8 Rollen

Aus heutiger Sicht sind die »Inliner City Classics« vor allem deshalb interessant, weil sie ein Stück Gütersloher #Alltagsgeschichte und #Sportgeschichte festhalten.

Um die Jahrtausendwende waren Inline Skates überall. Erwachsene fuhren damit nach Feierabend, Kinder auf Schulhöfen und Wohnstraßen, ambitionierte Sportler trainierten auf langen Strecken. Geschäfte widmeten dem Sport große Abteilungen, Hersteller entwickelten immer neue Modelle – und Veranstaltungen konnten mit vierstelligen Teilnehmerzahlen planen.

Auch das Umfeld der Veranstaltung liest sich heute wie eine kleine Zeitkapsel des Jahres 2001: »SurfTreff«, »Knax«, Radio Gütersloh, AOK und #Sparkasse, dazu Salomon, K2 und Fila. Selbst das Smart Center Bielefeld Brackwede war mit einem Stand vertreten und präsentierte den damals noch ausgesprochen futuristisch wirkenden #Smart.

Die »Inliner City Classics« zeigen damit eine Gütersloher Innenstadt, die an diesem Sommersonntag nicht nur Einkaufsort war, sondern zur großen Sport und Veranstaltungsfläche wurde.

Für einige Stunden hieß es mitten in Gütersloh: Straße frei – die Skater kommen.

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