Studie warnt: Wenn #Medien verwirren, gewinnt #Propaganda
- Studie zeigt: #Nachrichten über #Krieg und #Politik sind gefährlich komplex – und verspielen Vertrauen
#München, 26. Februar 2026
Wenn Leser komplexe Texte über den #Ukraine Krieg oder den #Nahostkonflikt nicht mehr verstehen, brechen sie nicht nur die Lektüre ab. Wer keine Zeit oder Geduld für Schachtelsätze hat, sucht zunehmend einfache Antworten in den #Social #Media.
Eine umfassende Datenanalyse von 11.063 Artikeln zeigt: #Qualitätsmedien schließen ihre Leser durch einen akademischen Stil systematisch von der Berichterstattung aus. Die am 23. Februar 2026 veröffentlichte Studie »Wie verständlich berichten deutsche Online Medien?« belegt, dass das Ressort »Krieg« über alle Medien hinweg besonders schwer verständlich ist.
Komplexität überfordert auch Leser mit hohem Bildungsgrad
Die Texte über Kriege erreichten nur einen durchschnittlichen Verständlichkeitsscore von 49,1 Punkten. Zum Vergleich: Ratgebertexte aus dem Bereich Gesundheit erreichen einen soliden Wert von 56,4.
»Wenn Medien über Krisen berichten, darf Sprache keine Hürde sein. Ein Score von unter 50 bedeutet faktisch, dass große Teile der Bevölkerung von relevanten Informationen ausgeschlossen werden. Das liegt nicht an Bildung allein: Menschen haben immer weniger Zeit und Ruhe für Nachrichten. Klare Sprache hilft, dass Informationen zuverlässig korrekt ankommen«, sagt Gidon Wagner von »#Wortliga«. »Auch Leser mit hoher Bildung haben Schwierigkeiten mit komplexer Sprache, wie eine Untersuchung der Gesellschaft für deutsche Sprache ergab.«
Satzlänge entscheidet, ob die Informationen über Krieg und #Politik richtig und vollständig ankommen
Während »Bild 🔗« mit einem Durchschnittsscore von 61,4 die höchste Verständlichkeit erzielt, bildet die »#Frankfurter #Allgemeine #Zeitung« (#FAZ) mit 46,4 Punkten das Schlusslicht. Der Hauptgrund für diese Diskrepanz liegt in der Satzlänge: »Bild« vermittelt Informationen in durchschnittlich 11,5 Wörtern pro Satz, während die FAZ 15,9 Wörter benötigt.
Die Studie empfiehlt Redaktionen, die Satzlänge als primären Hebel für mehr Verständlichkeit zu nutzen. Eine Reduktion auf durchschnittlich 12 Wörter pro Satz könnte die Verfügbarkeit von Qualitätsjournalismus signifikant erhöhen, ohne die inhaltliche Tiefe zu gefährden. Das gilt vor allem für die Ressorts Politik und Krieg, wo Passivkonstruktionen und Schachtelsätze in der Untersuchung dominieren.
Über die #Studie
Die repräsentative #Datenanalyse »Wie verständlich berichten deutsche #Online #Medien?« analysierte im November 2025 automatisiert 11.063 Texte von 16 reichweitenstarken deutschen Nachrichtenportalen. Neben quantitativen Metriken wie dem »Wortliga« Verständlichkeitsindex und der Satzlänge wurden 300 Texte einer qualitativen Analyse unterzogen. Ziel der Studie ist es, Hürden in der digitalen Informationsvermittlung aufzuzeigen. Mehr 🔗 …
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