#Spezialisierte #Wundversorgung der #Caritas Gütersloh – wenn Koordination Amputationen verhindert

  • Wundversorgung im Kreis Gütersloh zwischen Lücke und Netzwerk

#Gütersloh, 20. Februar 2026

Ein drohender, vollständiger Fußverlust konnte im ambulanten Bereich im Kreis Gütersloh verhindert werden – nicht durch einen medizinischen Zufall, sondern durch spezialisierte Wundversorgung und koordinierte Betreuung. Das zeigt beispielhaft die Arbeit des Caritasverbands für den Kreis Gütersloh, der mit qualifizierten Pflegekräften chronische Wunden nicht nur versorgt, sondern im klinischen Umfeld echten Mehrwert schafft.

Bei einem älteren Patienten entwickelte sich während eines Krankenhausaufenthalts aus einem #Druckgeschwür (#Dekubitus) an der Ferse eine #Nekrose. Erst durch die spezialisierte Wundtherapie der Caritas wurde deutlich, dass eine zugrunde liegende Durchblutungsstörung die #Wundheilung behinderte. Dank frühzeitiger Intervention, enger Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten und einer strukturierten, ganzheitlichen Begleitung konnte eine weitergehende Amputation verhindert werden – und der Patient mobil bleiben.

Spezialisierung und Netzwerk – mehr als Verbandwechsel

Die entscheidende Rolle spielte hierbei Rebekka Jakobs, Fachtherapeutin Wunden ICW. Ihre Qualifikation und ihr Blick über die reinen Verbandstechniken hinaus umfassen Koordination mit dem ärztlichen Netzwerk, strukturierte Begutachtung der Wundentstehung, rechtzeitige Invervention und das Organisieren geeigneter Therapien weit über den Verbandwechsel hinaus.

Jakobs betrachtet Wunden ganzheitlich und nicht als isoliertes Symptom. Diese Perspektive hebt die klassische #Pflege hinaus in eine koordinierende Funktion, die im Versorgungsalltag Lücken schließt. Offiziell formalisiert ist diese Rolle – etwa als »Wundlotse« – noch nicht. In der Praxis übernimmt sie jedoch genau diese Verantwortung: als Bindeglied zwischen ambulantem #Pflegedienst, #Hausarzt, #Fachärzten und spezialisierten #Einrichtungen.

Ambulante Versorgung im Kreis – Zahlen und Leistungen

Die Versorgung chronischer Wunden ist ein relevanter Bestandteil der ambulanten Pflege und gehört zu den kassenfinanzierten Leistungen. Gemäß aktuellen Zahlen hat der Caritasverband über seine 10 Sozialstationen im Kreisgebiet (Gütersloh, #Herzebrock, #Clarholz, #Langenberg, #Rheda, #Wiedenbrück, #Rietberg, #Schloß #Holte #Stukenbrock, #Verl, #Kaunitz) im vergangenen Jahr insgesamt 179 Patienten ambulant versorgt – darunter ein signifikanter Anteil mit chronischen Wunden. Derzeit werden in der spezialisierten Wundversorgung kreisweit 56 Patienten betreut.

Zu den Leistungen zählen unter anderem die Abstimmung von Wundtherapie-Vorschlägen mit behandelnden Ärzten, #Hausbesuche zur Wundbegutachtung, fachgerechte und sachgerechte Verbandwechsel, Dokumentation des Wundverlaufs, umfassende Aufklärung zur Wundproblematik, Versorgung mit allen notwendigen Materialien, kontinuierliche Begleitung bis zur Abheilung, #Beratung zu #Schmerztherapie, heilungsfördernden Maßnahmen und geeigneter #Ernährung, Hinweise zu #Hilfsmitteln.

Qualifikation der Fachkräfte

Im Caritasverband für den Kreis Gütersloh sind aktuell 13 Wundexperten #ICW sowie eine Fachtherapeutin Wunden ICW im Einsatz. Weitere Mitarbeiter befinden sich in der Weiterbildung zur Wundexpertin beziehungsweise zum Wundexperten ICW.

Die Zertifizierung erfolgt über die »Initiative Chronische Wunden« (ICW), eine Weiterbildung mit standardisierten #Curricula zur #Versorgung komplexer Wundsituationen und zur interdisziplinären Kooperation. Die »Initiative Chronische Wunden« wurde 1995 von Ärzten, Pflegern, Mitarbeitern der Kostenträger und anderen Engagierten ins Leben gerufen, um die #Prophylaxe, #Diagnostik und #Therapie von Menschen mit chronischen Wunden zu verbessern. Insbesondere will die Initiative Chronische Wunden praxisnah und überall eine möglichst optimale Versorgung der Betroffenen erreichen. Mehr 🔗 …

Hintergrund: Caritas im Kreis Gütersloh

Der Caritasverband für den Kreis Gütersloh zählt zu den großen Wohlfahrtsverbänden im Kreisgebiet. Mit rund 950 hauptamtlichen Mitarbeitenden und etwa 1.500 ehrenamtlich Tätigen deckt der Verband ein weites Feld sozialer Dienste ab. Dazu zählt insbesondere der Fachbereich „Leben im Alter“ mit einer stationären #Senioreneinrichtung, 9 Tagespflegeeinrichtungen, 14 Seniorenwohngemeinschaften, 10 Sozialstationen, #Hausnotruf, #Menüservice, #Hausmeisterdienst, #Caritas #Seniorenreisen.

Weitere Fachbereiche betreuen #Familien, #Kinder und #Jugendliche, unterstützen Menschen bei #Sucht und #Integration und fördern ehrenamtliches Engagement.

Neben der spezialisierten Versorgung durch den Caritasverband gibt es im Kreisgebiet auch weitere Angebote zur ambulanten Wundbetreuung. So arbeitet im #Klinikum #Gütersloh ein interdisziplinäres Wundzentrum, und verschiedene ambulante Pflegedienste – unter anderem in #Isselhorst und Gütersloh – bieten ebenfalls medizinische Wundversorgung und Behandlungspflege an. Hausärztliche Praxen begleiten viele Patienten bereits im Anfangsstadium, bevor weiterführende Kooperationen greifen.

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT

Foto: Caritasverband für den Kreis Gütersloh e. V., Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen

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