#KWS #History: #Stadtgeschichte #Gütersloh – #Polemik von Berndt Pfeifer »Pommescontainer«, Februar 2011
#Gütersloh, Februar 2011
Kaum hat das Jahr begonnen, verlieren sich auch schon wieder die Kleingeister in die Fortsetzung der #Stadtposse. Dabei meine ich noch nicht einmal die Diskussion um öffentliche #Toiletten. »Mussten Sie schon einmal in Gütersloh müssen«, wie ein Leserbriefschreiber in einem #Boulevardblatt fragte, oder das #Theater um die Gründung oder nicht einer #Berufsfeuerwehr in Gütersloh. Nein der Klops des Frühjahres ist das »#Café #Berlin«, ein sehr schöner Titel für eine bessere #Pommesbude, die nach Wunsch eines #Architekten auf dem #Berliner #Platz errichtet werden soll. Als hätten wir mit dem größten #Katzenklo von #Europa auf dem #Kolbeplatz nach Vorstellung von #Püfferchen, nicht schon genug gelacht. Dieser Pommescontainer, das »Café Berlin unter den Linden« soll uns erlesene, ausgesuchte #Weine sowie einfache, aber hochwertige #Speisen servieren. Natürlich alles #bio, ist doch klar. Dafür wurden dann mal ganz schnell die Linden, die im letzten Jahr noch völlig in Ordnung waren, krankgeschrieben und dem Fäller zugesagt.
Ein wunderbar durchdachtes Konzept, dass Gütersloh in die #Beletage des #Tourismus führen soll, nur vergleichbar mit dem #Palazzo #Strozzi in #Florenz. Man stelle sich jetzt schon mal vor, es ist Sommer, sagen wir mal mittwochs 15 Uhr, und wir haben Appetit auf ein #Käffchen und ein Stückchen #Frankfurter #Kranz auf dem Berliner Platz unter den Linden, wie gehabt. Ein herrlicher Ausblick auf die #Karstadtfassade oder auf die #Nordsee, wie wir es gerne hätten, steht zur Verfügung. Gemütlichkeit pur auf #Plastikstühlen, gepaart mit dem Duft der Nordseebude, eine gastronomische Herrlichkeit. Mal ehrlich, haben wir davon geträumt, unser Leben lang? Dabei könnte mit etwas Phantasie und gutem Willen der #Dreiecksplatz zur #Gourmetmeile erkoren werden. Dort ist der einzige Platz in Gütersloh, auf dem es sich lohnt, auf einen gemütlichen #Snack, #Eis, oder was auch immer zu verweilen, und den Sommerabend zu genießen. Aber bei diesem Gedanken sträuben sich bei unserem #Stadtplaner die Nackenhaare, weil er es nicht gelernt hat einmal über den Tellerrand zu schauen. Helfen könnte die mobile Einsatztruppe unter der Leitung des kleinen roten Frauchens.
Foto: Karla-Wagner-Stiftung, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen
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