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Anne Frank Zentrum Berlin: »100 Jahre Margot Frank«, 16. Februar 2026
#Berlin, 3. Februar 2026
Am 16. Februar 2026 wäre #Margot #Frank (1926 bis 1945) 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass organisiert das #Anne #Frank #Zentrum eine #Gedenkveranstaltung und erinnert in seiner Berliner Ausstellung an Anne Franks Schwester. Die Abendveranstaltung mit Lesung von Passagen zu Margot Frank aus Anne Franks #Tagebuch beginnt am 16. Februar 2026 um 18 Uhr. Zuvor gibt es um 17 Uhr eine Themenführung durch die Ausstellung. Eine Teilnahme an der Abendveranstaltung und Führung sind nur nach bestätigter Anmeldung per E Mail an [email protected] 🔗 möglich.
Margot Frank ist weit weniger bekannt als Anne, denn ihr Tagebuch blieb nicht erhalten. Margot versteckte sich gemeinsam mit ihren Eltern und Anne zwei Jahre vor der Verfolgung der #Nationalsozialisten in einem #Hinterhaus in #Amsterdam. Einen Tag vor dem Untertauchen der Familie erhielt sie einen Aufruf zum Arbeitseinsatz. Nach der Entdeckung und Verhaftung starb Margot wie ihre jüngere Schwester Anne im Februar 1945 an den unmenschlichen Bedingungen der #Lagerhaft in #Bergen #Belsen. Sie ist eines von 6 Millionen Opfern des #Holocaust.
Über Margot Frank
Margot Betti Frank wurde am 16. Februar 1926 in #Frankfurt am Main geboren. Sie war das erste Kind von Otto und Edith Frank. Margot wurde in Deutschland eingeschult. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 ging die Familie Frank in die Niederlande. Damals war Margot Frank 7 Jahre alt. Ihre Eltern schickten sie in eine Grundschule im Wohnviertel. Nach der Grundschule besuchte Margot ein #Mädchengymnasium.
Ab Mai 1940 wurde die Niederlande von Nazi Deutschland besetzt. Antisemitische Gesetze und Verordnungen wurden auch hier eingeführt und schränkten das Leben der Juden im Land zunehmend ein. Nach den Sommerferien 1941 musste Margot das Mädchengymnasium verlassen und in ein jüdisches #Gymnasium wechseln. Den #Rudersport musste sie aufgeben als Juden sportliche Aktivitäten verboten wurden.
Am 5. Juli 1942 erhielt Margot einen Aufruf für ein Arbeitslager. Ihre Eltern fürchteten um Margots Leben und fassten den Entschluss, gleich am nächsten Tag unterzutauchen. Ab 6. Juli 1942 lebte Margot mit ihrer Familie in einem hinter einem Buchregal versteckten Bereich eines Hinterhauses, das zur Firma ihres Vaters gehörte. In ihrem Tagebuch macht Anne eine beeindruckende Liste, was Margot dort alles lernte und las: »Margot Frank: Lernt #Englisch, #Französisch, #Latein nach schriftlichen Kursen, englisch #Steno, deutsch Steno, niederländisch Steno, #Mechanik, #Trigonometrie, #Physik, #Chemie, #Algebra, #Geometrie, englische #Literatur, französische Literatur, deutsche Literatur, niederländische Literatur, #Buchhaltung, #Erdkunde, neue #Geschichte, #Biologie, #Ökonomie; liest alles, am liebsten Bücher über #Religion und #Heilkunde.«
Margot sah für sich eine Zukunft als #Säuglingsschwester in #Palästina. Aus Annes Tagebuch ist bekannt, dass auch Margot Tagebuch führte. Dieses ist nicht erhalten geblieben. Die #Helferin #Miep #Gies berichtet später, Margot sei im Hinterhaus sehr still und verschlossen gewesen. Mehr als 2 Jahre lang konnten sich die Menschen im Hinterhaus vor den Nationalsozialisten verbergen. Sie wurden am 4. August 1944 entdeckt und verhaftet. Die Entdeckten wurden über das Durchgangslager Westerbork in das #Konzentrationslager und #Vernichtungslager #Auschwitz #Birkenau gebracht. Margot und Anne Frank wurden dann in der Nacht vom 1. November 1944 mit einem #Zug in das Konzentrationslager Bergen Belsen gebracht. Die Umstände in Bergen Belsen waren schrecklich, es gab nur wenig zu essen und die hygienischen Bedingungen waren schlecht. Ansteckende Krankheiten brachen aus. Margot und Anne stecken sich mit Fleckfieber an. Margot Frank starb wie ihre Schwester Anne im Februar 1945 an #Typhus, 2 Monate vor der Befreiung des Lagers durch #britische #Soldaten.
Das Anne Frank Zentrum
Das Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Mit Ausstellungen und Bildungsangeboten erinnert das Zentrum an Anne Frank und ihr Tagebuch. Es schafft Lernorte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte auseinandersetzen und diese mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden. Sie lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich für #Freiheit, #Gleichberechtigung und #Demokratie zu engagieren. Das Anne Frank Zentrum zeigt eine ständige Ausstellung in Berlin und Wanderausstellungen in ganz Deutschland. Es setzt bundesweit Projekte um und entwickelt Materialien zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust sowie mit #Antisemitismus, #Rassismus und #Diskriminierung heute. Der gemeinnützige Verein hat seinen Sitz in Berlin, ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten.
16. Februar 2026, 18 bis 19.30 Uhr, Anne Frank Zentrum 🔗, Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin,





























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