Fortbildungskongress »pharmacon«: Bei #Reizdarm können auch #rezeptfreie #Medikamente helfen
#Schladming, 22. Januar 2026
Bis zu 20 Prozent der #Bundesbürger leiden an einem #Reizdarmsyndrom, Frauen häufiger als Männer. Ein Reizdarm äußert sich individuell unterschiedlich, unter anderem durch #Verstopfung, #Durchfälle, #Blähungen oder #Bauchschmerzen. »Neben rezeptpflichtigen Arzneimitteln gibt es für Reizdarm einige rezeptfreie Präparate, zu denen #Apotheker beraten können. Wenn ein #Arzneimittel nicht hilft, sollte der #Therapieversuch aber nach spätestens drei Monaten abgebrochen werden«, sagte Prof. Dr. med. Thomas Weinke beim Fortbildungskongress »#pharmacon«. Der #Gastroenterologe aus Berlin ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der #Bundesapothekerkammer.
Weinke: »Die Behandlung des Reizdarms richtet sich nach den Hauptbeschwerden. Ausgewählte #Probiotika können helfen, zum Beispiel Präparate mit #Bifidobacterium, #Lactobacillus oder #Saccharomyces. Diese #Bakterien wirken sich oft positiv auf den Reizdarm aus. Ich halte aber nichts von einer Bestimmung der eigenen #Bakterienflora. Diese so genannten ›#Mikrobiom Analysen‹ müssen von Betroffenen privat bezahlt werden, haben aber nur einen geringen Aussagewert.«
Pflanzliche Arzneimittel wie #Pfefferminz und #Kümmelöl wirken krampflösend und blähungsmindernd. Bei Obstipation können #Ballaststoffe wie #Flohsamen oder #Macrogol hilfreich sein. Bei Durchfall sind kurzfristig Motilitätshemmer wie #Loperamid oder natürliche Ballaststoffe gute Optionen.
Weinke: »Ein Reizdarmsyndrom darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen oder als Befindlichkeitsstörung abtun. Bei Alarmzeichen wie #Blut im #Stuhl, ungewolltem #Gewichtsverlust oder nächtlichen Symptomen rate ich dringend zu einer ärztlichen #Abklärung, um andere Erkrankungen auszuschließen«.
Das Reizdarmsyndrom ist eine chronische funktionelle Störung des Gastrointestinaltrakts ohne fassbare organische Ursache. Die Diagnose erfolgt in der Regel als Ausschlussdiagnose nach sorgfältiger Untersuchung. Weinke: »Das Reizdarmsyndrom muss ernstgenommen werden, denn es schränkt die Lebensqualität deutlich ein. #Psychische #Faktoren und #Stress können die #Symptomatik verstärken, sind aber nicht die alleinige Ursache.«
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