Spielzeit Ausschnitte Januar bis März 2026 im Düsseldorfer Schauspielhaus (D’haus)

  • Premieren, Uraufführungen und Veranstaltungen im Überblick

#Düsseldorf, 11. Januar 2026

Mit einem dichten Premierenkalender und zahlreichen diskursiven Formaten startet das #Düsseldorfer #Schauspielhaus ins Neue Jahr. Von großen literarischen Stoffen über zeitgenössische Uraufführungen bis hin zu partizipativen Clubformaten spannt sich ein weiter Bogen, der das Theater als Ort ästhetischer Erfahrung, gesellschaftlicher Debatte und gemeinschaftlicher Praxis begreift.

#Surreale #Klassiker und radikale Perspektivwechsel

Den Auftakt im Januar macht »Kafkas Traum«, eine bildmächtige Inszenierung von Andreas Kriegenburg. Aus Texten und Motiven von Franz #Kafka entsteht ein surrealer Theaterabend, in dem der Autor seinem eigenen Figurenkosmos begegnet – ein Traumspiel zwischen Selbstbefragung und existenzieller Verunsicherung.

Einen radikalen Rollenwechsel vollzieht »Frühlings Erwachen« in der Regie von Bonn Park. Ältere Darsteller verkörpern hier die Teenager, während junge Schauspieler die Erwachsenen spielen. Der Generationentausch legt gesellschaftliche Kontrollmechanismen offen und verleiht Wedekinds Stoff neue politische Schärfe.

Mit »Drei Schwestern« nähert sich das »Stadt:Kollektiv #Tschechow« dem Klassiker als musikalisch aufgeladener Wohnzimmerkrise. Sieben Frauen zwischen 17 und 71 Jahren stemmen sich gegen Stillstand, Erwartungsdruck und aufgeschobenes Glück – humorvoll, klaustrophobisch und überraschend gegenwärtig.

Zeitgenössische Stimmen und große Erzählungen

Im Februar folgt mit »Paradies Acker« eine Uraufführung von Duygu #Ağal: eine queer feministische Auseinandersetzung mit Migration, Mutterschaft und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Die Inszenierung erzählt von familiären Bindungen und Brüchen in einer von Rassismus und Misogynie geprägten Realität.

Einen Höhepunkt der Spielzeit markiert »Krieg und Frieden« nach Lew #Tolstoi. In einer fünfstündigen Fassung verdichtet Armin Petras den Roman zu einem vielschichtigen Panorama zwischen privatem Glückssuchen und politischer Gewalt – getragen von einem großen Ensemble auf einer eigens entworfenen Raumbühne.

Mit »Tyll« bringt das #Schauspielstudio #Leipzig Daniel Kehlmanns #Roman über den #Eulenspiegel Mythos auf die Bühne. Als fahrende Gauklertruppe erzählen die Studenten von #Überlebenskunst, #Humor und #Hoffnung in Zeiten des 30 jährigen Krieges.

Für ein junges Publikum öffnet sich mit »Das grüne Königreich« ein poetischer Theaterraum, der Pflanzenwissen, Stadtentdeckung und generationenübergreifende Geschichten verbindet – barrierearm durch integrierte Audiodeskription.

#Diskurs, #Musik und #Gemeinschaft

Begleitet wird das Premierenprogramm von zahlreichen Veranstaltungen: von der japanischen Zaubershow über den Black History Month mit Filmen, Gesprächen und DJ Sets bis hin zu Konzertlesungen, Clubnächten, offenen Theatertrainings und politischen Diskussionsformaten. Das Theater versteht sich hier ausdrücklich als sozialer Ort – offen, streitbar und einladend.

»D’haus«, Düsseldorfer Schauspielhaus, Junges Schauspiel, »Stadt:Kollektiv« 🔗 …