In der Pflege mit 50 zu alt?

#Laufenburg, 11. Juni 2026

Warum findet ein erfahrener #Pflegefachmann trotz Fachkräftemangels keine Stelle?

#Pflegefachkräfte werden überall gesucht. Gleichzeitig erleben manche erfahrene Fachpersonen, dass sie trotz Qualifikation, #Berufserfahrung und #Motivation kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Wie kann das sein?

Ich bin ausgebildeter Pflegefachmann, habe meine Ausbildung in Deutschland absolviert und mehrere Jahre in der Schweiz gearbeitet. Seit sechs Jahren bin ich in der Langzeitpflege tätig. Dennoch bin ich seit Dezember arbeitslos – und das, obwohl in den Medien nahezu täglich vom #Fachkräftemangel im #Gesundheitswesen berichtet wird.

Die Frage, die ich mir inzwischen stelle, lautet: Bin ich mit über 50 Jahren bereits zu alt für die #Pflege?

Absagen, bevor überhaupt ein Gespräch stattfindet

Besonders frustrierend ist, dass es oft gar nicht erst zu einem Vorstellungsgespräch kommt. Die Absagen erfolgen bereits nach der Bewerbung. Dabei ist im ersten Bewerbungsschreiben noch gar nicht ersichtlich, welche persönlichen Herausforderungen ich mitbringe.

Zu diesen Herausforderungen gehören #ADHS und meine #Neurodivergenz. Erst in den vergangenen Jahren habe ich verstanden, welchen Einfluss diese Faktoren auf mein Berufsleben hatten. Heute weiß ich, dass ich meine Stärken am besten im Spätdienst einbringen kann. In vielen Einrichtungen wäre dies organisatorisch durchaus möglich. Doch zu einem Gespräch, in dem solche Themen offen besprochen werden könnten, kommt es häufig gar nicht.

Die Lücken im #Lebenslauf

Ein weiterer Punkt sind sicherlich die zahlreichen Wechsel und Lücken in meinem Lebenslauf. Was auf den ersten Blick nach mangelnder Beständigkeit aussieht, hat oftmals andere Ursachen.

Viele neurodivergente Menschen kennen das Phänomen: Wiederholungen, starre Strukturen und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten führen schneller zu Unterforderung. Neue Aufgaben, neue Herausforderungen und wechselnde Arbeitsumfelder sind häufig notwendig, um motiviert und leistungsfähig zu bleiben.

Aus Sicht eines Arbeitgebers kann ich die Skepsis durchaus nachvollziehen. Wer viele Stellenwechsel sieht, fragt sich automatisch, ob die Person langfristig bleibt. Doch stellt sich nicht auch die Frage, ob traditionelle Arbeitsmodelle ausreichend Raum für unterschiedliche Lebensweisen und Arbeitsweisen bieten?

Fachkräftemangel – aber nur für die »perfekten« Lebensläufe?

Das Gesundheitswesen steht vor enormen Herausforderungen. Die Bevölkerung wird älter, #Pflegebedürftigkeit nimmt zu und gleichzeitig verlassen viele Fachkräfte den Beruf.

Dennoch scheint es oft, als würden Bewerberinnen und Bewerber mit Brüchen im Lebenslauf, gesundheitlichen Besonderheiten oder einem höheren Alter bereits im Vorfeld aussortiert werden.

Ist es wirklich sinnvoll, erfahrene Pflegekräfte aufgrund von Lebensläufen zu beurteilen, ohne ihre tatsächlichen Kompetenzen, ihre Motivation und ihre persönliche Entwicklung kennenzulernen?

Welche Lösungen gibt es?

Vielleicht müssen wir als Gesellschaft und insbesondere als Gesundheitswesen neue Wege denken …

  • Mehr Offenheit gegenüber neurodivergenten Mitarbeitern
  • Fokus auf Kompetenzen statt auf lückenlose Lebensläufe

Gerade ältere Mitarbeiter bringen oft Eigenschaften mit, die in der Pflege unverzichtbar sind: Empathie, Belastbarkeit, Krisenerfahrung und soziale Kompetenz.

Ein Appell an die Branche

Deshalb möchte ich die Verantwortlichen in #Pflegeheimen, Spitex Organisationen, #Kliniken und #Gesundheitsinstitutionen fragen: Ist jemand mit über 50 Jahren, ADHS, einem ungewöhnlichen Lebenslauf und viel Berufserfahrung tatsächlich weniger wertvoll als eine jüngere Person mit geradliniger Karriere?

Oder übersehen wir gerade Menschen, die trotz ihrer Besonderheiten einen wichtigen Beitrag leisten könnten? Mein Wunsch ist nicht Mitleid. Mein Wunsch ist eine faire Chance. Eine Chance auf ein Gespräch. Eine Chance, die eigene Geschichte zu erklären.

Und eine Chance zu zeigen, dass Erfahrung, Motivation und Menschlichkeit nicht an einem perfekten Lebenslauf gemessen werden können. Denn wenn selbst qualifizierte Pflegefachkräfte trotz Fachkräftemangel keinen Platz mehr finden – dann sollte uns das als Gesellschaft zu denken geben. Ist mit 50 plus in der Pflege wirklich Schluss? Oder ist es an der Zeit, Arbeit neu zu denken und Vielfalt als Stärke zu begreifen?

IW Coaching

Immer Menschen in der Pflege leiden am ADHS Syndrom manchmal auch in Verbindung mit dem Autismus Spektrum. Diese meist hochbegabten und qualifizierten Menschen möchten ihr Wissen auf die Strasse, im dem Fall auf die Station, die Abteilung bringen, doch oft werden sie ausgebremst, bevor sie warm geworden sind, Sie sollen in ein System hineingezwängt werden, was sie nicht können. Nicht weil Sie wollen, es gibt Ihre Natur einfach nicht her. Sie haben so viele interessante Ideen und sprudeln nur so vor Tatendrang, aber man lässt sie nicht, sie sollen Dinge machen, für die sie nicht gemacht sind.

Da treten Sie in den Streikmodus, Sie bleiben der Arbeit, die Sie doch so gern mit allem Ihrem Herzblut und Arrangement erledigen würden, einfach fern. Als Dipl. Pflegefachmann habe ich vorwiegend temporär in der Langzeitpflege gearbeitet. Denn ich habe Freude daran, unterschiedliche Einrichtungen, unterschiedliche #Heim #Philosophien und immer wieder neue Menschen kennenzulernen. Auch dies ist eine Ressource, des ADHSler. Ja, auch ich bin ein ADHSler und erlebe jeden Tag die Welt neu, und deshalb arbeite ich immer temporär, denn ich brauche die Abwechslung und die immer neue Herausforderung. Ich arbeite mit berufstätigen Menschen mit ADHS, die fachlich gut sind, aber im Job ständig gegen Fokusprobleme, Überforderung und innere Unruhe kämpfen.

Sie geben jeden Tag Vollgas – und trotzdem werden ihre Leistung und ihr Potenzial von Vorgesetzten und Kollegen kaum wahrgenommen. Statt Anerkennung erleben sie Frust, Selbstzweifel und Dauerstress. Viele stehen kurz vor dem Burnout oder haben bereits Jobs verloren, obwohl sie eigentlich mehr können als andere.

In meinem 6 monatigen ADHS Mentoring lernen sie, mit ADHS leistungsfähig, sichtbar und stabil im Job zu sein.

Sie entwickeln klare Arbeitsstrukturen, lernen ihre Energie intelligent zu steuern und verwandeln das, was sie bisher als Schwäche erlebt haben, in eine echte berufliche Stärke – ohne sich selbst zu verbiegen.

Wenn das für Sie interessant klingt, werfen Sie einfach einen Blick in meinen beruflichen Werdegang im Anhang. Dort finden Sie neben Details aus meinen bisherigen Engagements auch mehr zu meinen Qualifikationen. Mehr 🔗 …

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