False Balance (im Kontext #Mobbing)

»#False #Balance« ist die verzerrende Darstellung zweier Positionen als gleichwertig, obwohl eine strukturelle, faktische oder evidenzbasierte #Asymmetrie vorliegt. Im #Kontext von Mobbing führt dies dazu, dass Täterperspektive und Opferperspektive fälschlich als gleichberechtigte »Meinungen« erscheinen.

Übertragung auf Mobbing

In Mobbingkonstellationen wird häufig formuliert: »Es gibt 2 Sichtweisen.« Tatsächlich liegt jedoch vor: eine Seite berichtet Erfahrung (Opfer), eine Seite relativiert oder bestreitet (Täter). Die #Gleichsetzung dieser #Positionen erzeugt eine simulierte #Symmetrie, die die reale Machtschieflage und Handlungsschieflage verdeckt.

Typische Formulierungen (Indikatoren)

»Da gehören immer 2 dazu.«

»Wir kennen ja nicht alle Seiten.«

»Die #Wahrheit liegt wohl irgendwo in der #Mitte

Diese Aussagen wirken moderat, sind aber oft Ausdruck eines #Neutralitätsbias.

Funktion im sozialen System

»False Balance« erfüllt mehrere stabilisierende Funktionen: Konfliktvermeidung (keine klare Positionierung nötig), #Täterschutz durch #Relativierung, #Delegitimierung der #Opferperspektive, #Aufrechterhaltung bestehender #Netzwerke und #Hierarchien.

Verwandte Konzepte

Analytische Gegenformulierung

Statt »2 gleichwertige Meinungen« präziser »2 Behauptungen bei ungleicher Evidenz und struktureller Asymmetrie.«

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE

NOW WebcardNOW Webcard, mehr …

Karla-Wagner-Stiftung
Königstraße 56
33330 Gütersloh
E-Mail [email protected]
www.karla-wagner-stiftung.de