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Die Fußwaschende
Mitten im Museumsquartier des Stadtmuseums Gütersloh steht heute eine elegante Bronzefigur, deren Geschichte fast ebenso bewegend ist wie ihre Darstellung: »Die #Fußwaschende« des Bildhauers Herbert #Volwahsen.
Die Skulptur zeigt eine junge Frau bei einer alltäglichen, fast intimen Handlung. In ruhiger Konzentration beugt sie sich zu ihrem Fuß hinab. Die Darstellung wirkt natürlich und zurückhaltend, zugleich strahlt sie eine besondere Würde und Gelassenheit aus. Geschaffen wurde die Figur von Herbert Volwahsen (1906 bis 1988), einem deutschen Bildhauer, dessen Werke bis heute im öffentlichen Raum zahlreicher Städte zu finden sind.
Vom Brunnenplatz in die Innenstadt
Ihr Weg durch Gütersloh begann im Jahr 1965. Damals wurde die #Bronzefigur am #Brunnenplatz des Städtischen Gymnasiums aufgestellt. Dort war sie ursprünglich Teil einer Brunnenanlage und stand viele Jahre im Öffentlichen Raum der Schule. Da die Skulptur wiederholt beschädigt wurde, entschied sich die Stadt 1984 für eine Umsetzung in die #Spiekergasse. Dort blieb die »Fußwaschende« mehrere Jahrzehnte lang ein eher stilles Kunstwerk abseits der großen Fußgängerströme.
Restaurierung und Neuanfang
Im Jahr 2022 wurde die Figur für Restaurierungsarbeiten abgebaut. Insbesondere Schäden am Knöchel machten eine fachgerechte Instandsetzung erforderlich. Nach rund 2 Jahren Lagerung kehrte die Skulptur 2024 in den Öffentlichen Raum zurück – allerdings an einem neuen Standort.
Heute befindet sich die »Fußwaschende« im Hof des Stadtmuseums Gütersloh zwischen #Kökerstraße und #Kolbeplatz. Dort erhielt sie einen neuen Sockel aus Muschelkalk und wurde in eine gärtnerisch gestaltete Umgebung aus Stauden und Gräsern eingebettet. Die Anlage schafft einen ruhigen Rahmen für die Betrachtung der Skulptur und verbindet Kunst, Geschichte und Stadtraum auf besondere Weise.
Mit ihrem Umzug wurde die »Fußwaschende« Teil eines kleinen Ensembles aus #Kunst, #Kultur und #Geschichte rund ums Stadtmuseum. Gemeinsam mit weiteren Kunstwerken und den benachbarten Galerien trägt sie dazu bei, das Museumsquartier als kulturellen Ort in der Gütersloher #Altstadt zu stärken.
Wer die Skulptur heute betrachtet, sieht nicht nur ein Werk der Nachkriegskunst, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte. Kaum eine andere Gütersloher Plastik hat im Laufe der Jahrzehnte so viele Standorte erlebt. Nach Stationen am Städtischen Gymnasium und in der Spiekergasse scheint die »Fußwaschende« nun ihre dauerhafte Heimat gefunden zu haben.
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